English version of the DINI Certificate “Document and Publication Services” 2010 has been published

Download the certificate as PDF hereIn summer 2010 the DINI working group for Electronic Publishing released the third edition of the DINI Certificate “Document and Publication Services” and by this adapted the well-established criteria catalogue for scholarly repository services to current developments. Now, the English version of the DINI Certificate 2010 has been made available to the public.

The global scientific communication system is subject to a fundamental transition process. Due to new opportunities arising from the internet and other information and communication technologies and also to the changing requirements of scholars and scientists, new means and channels for scientific communication develop. A leading development is the global Open Access movement committed to the idea of freely available scientific and scholarly publications.

To support the numerous developments in Germany and to set common standards for publication infrastructures DINI’s Electronic Publishing working group embraced this topic early on and in 2002 published its first recommendations for “Electronic Publishing in Higher Education”. Based on these documents, the working group formulated criteria and formalized them in the DINI Certificate “Document and Publication Services”. Following the 2004 and 2007 editions, 2010 is the third version of the document. The certificate describes technical, organisational and legal aspects that should be considered in the process of setting up and operating a scholarly repository service and puts considerable interest in Open Access. The aim of DINI is to move forward towards a standardised and interoperable repository landscape to improve the visibility and linkages of scientific publications. During the years the DINI certificate has gained reputation as standard-setting authority for repositories.

The latest edition of the DINI certificate addresses particularly the following aspects:
• The growing importance of the “golden road” to Open Access.
• The increased demand for interoperability with comprehensive services.
• The growing technical virtualization of Document and Publication Services (hosting of services)..
• A comprehensive view of the scientific and scholarly research processes.

The new English version can be found at http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100182800.

Today, there are about 140 OA repositories in Germany. A list of German repositories can be found here.

Different DINI projects such as OA Network and OA Statistics promote the further development of repositories in Germany. Please visit this site for an overview.

About DINI
The German Initiative for Network Information (DINI, Deutsche Initiative für Netzwerkinformation) is the most relevant organisation in Germany for supporting a national repository infrastructure. DINI is organised in working groups for thematic fields like IPR, Standards and Electronic Publishing. DINI regularly organises workshops and conferences for promoting the use and the quality of digital repositories. It has initiated several projects to support the technical development of a network of digital repositories and actively encourages the process of DINI certification. The DINI certificate was developed and is regularly updated by the Electronic Publishing working group. The certification process evaluates and improves the quality of publication services by referring to international standards and quality criteria. In consequence, the process improves data quality and conformity to enable services and the networking of repositories. Currently 37 German repositories have received the DINI certificate.

Contact:

Dr. Uwe Müller // u.mueller@dnb.de

Frank Scholze // frank.scholze@kit.edu

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DINI-Zertifikat 2010 veröffentlicht

Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI)  hat am 7. Juli die nunmehr dritte Generation des bewährten DINI-Zertifikats für Dokumenten- und Publikationsservices vorgestellt.

Das DINI-Zertifikat richtet sich an deutsche Forschungseinrichtungen, die Repositorien betreiben und diese in übergreifende Netzwerke einbinden, mit Mehrwertdiensten versehen und national wie international sichtbarer machen wollen. Die Einrichtung demonstriert mit dem Zertifikatssiegel, dass sie einen vertrauenswürdigen und standardisierten Dienst betreiben.

Aus der Einleitung zum neuen Zertifikat:

„Lag der Fokus mit der ersten Version 2004 noch auf so genannten Hochschulschriftenservern – also vor allem auf universitären Veröffentlichungsplattformen für Dissertationen und Habilitationsschriften – fanden mit dem DINI-Zertifikat 2007 die weltweiten Open-Access-Aktivitäten stärkere Beachtung. Dabei stand vor allem der so genannte grüne Weg zu Open Access im Mittelpunkt, also die parallele bzw. nachträgliche Online-Bereitstellung von Publikationen, die bereits anderweitig veröffentlicht wurden oder werden sollen, im Sinne des Self- Archiving auf institutionellen oder fachspezifischen Repositorien. Dies betrifft vor allem Preprints und Postprints wissenschaftlicher Zeitschriftenaufsätze, aber auch andere Dokumentarten wie beispielsweise Monografien, Forschungsberichte und Konferenzproceedings. Außerdem richtete sich das DINI-Zertifikat nun an wissenschaftliche Einrichtungen aller Art und hob stärker den Dienstleistungscharakter hervor, von dem ein Dokumenten- und Publikationsservice bestimmt sein sollte.
Die vorliegende Version 2010 des DINI-Zertifikats trägt vor allem folgenden Aspekten und Entwicklungen Rechnung:

  • Der zunehmenden Bedeutung des goldenen Weges zu Open Access. […] Derartige Primärpublikationen durchlaufen, analog zu Texten in gedruckter Form, für gewöhnlich einen Qualitätssicherungsprozess, meist in Form des so genannten Peer Review. Die DFG unterstützt das Open-Access-Publizieren durch ein strukturbildendes Förderverfahren. Auch der goldene Weg zu Open Access, der eine institutionelle (z. B. in Form von Universitätsverlagen) oder eine fachspezifische Ausrichtung haben kann, ist in der aktuellen Version des DINI-Zertifikats in den Begriff Dokumenten- und Publikationsservice eingeschlossen.
  • Gestiegenen Anforderungen an die Interoperabilität mit übergreifenden Diensten. Diese Dienste – insbesondere Nachweis- und Recherchedienste, aber auch andere Mehrwertdienste – sind für die Sichtbarkeit der lokal bereitgestellten Publikationen besonders wichtig. Sie werden vor allem im Rahmen serviceorientierter Infrastrukturen für elektronische Publikationen in den Projekten Open-Access-Netzwerk auf nationaler bzw. DRIVER auf europäischer Ebene aufgebaut. Die Qualität dieser Dienste hängt von den bereitgestellten Daten und deren Normierung ab. Vor diesem Hintergrund wurden die Richtlinien für die OAI-Schnittstelle für die vorliegende Fassung weiterentwickelt und dabei den DRIVER Guidelines angepasst.
  • Einer zunehmenden Virtualisierung bei der technischen Umsetzung von Dokumenten- und Publikationsservices. Damit geht die potentielle Nutzung einer gemeinsamen Basisinfrastruktur durch mehrere Dokumenten- und Publikationsservices einher. […]
  • Einer ganzheitlichen Betrachtung des wissenschaftlichen Forschungsprozesses.  […] Das DINI-Zertifikat richtet sich auch in der aktuellen Fassung vorwiegend an Dokumenten- und Publikationsservices, die sich der Bereitstellung textorientierter Publikationen widmen. Bei sinngemäßer Übertragung der Anforderungen und Empfehlungen aus den einzelnen Kriterien können damit jedoch nunmehr auch datenorientierte Publikationsservices zertifiziert werden.[…]

Die nunmehr dritte Auflage des DINI-Zertifikats Dokumenten- und Publikationsservice von 2010 trägt den genannten aktuellen internationalen Entwicklungen Rechnung und beschreibt, wie Dokumenten- und Publikationsservices das Open- Access-Publizieren wissenschaftlicher Dokumente standardisiert unterstützen können. Bewusst wurde auf eine Modularisierung des Zertifikats verzichtet, um die Notwendigkeit gemeinsamer Standards und Verfahren im wissenschaftlichen Forschungsprozess zu betonen. Den Autoren und Gutachtern des Zertifikats ist dabei bewusst, dass disziplinspezifische Rahmenbedingungen ggf. einer Standardisierung im engeren Sinne entgegenstehen können.

Die Kriterien für das DINI-Zertifikat werden durch eine Arbeitsgruppe anhand internationaler Standards und Entwicklungen überprüft und fortgeschrieben. Das Zertifikat wird deshalb mit dem Jahr der Zertifikatsversion gekennzeichnet.“

Ausführlichere Informationen werden bald auf den DINI-Seiten erscheinen. Dort finden sich auch Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und – natürlich – zur Beantragung des Zertifikats für interessierte Einrichtungen.