2012 Census of Open Access Repositories in Germany

The 2012 Census of Open Access Repositories in Germany is a snapshot of the current state of open access repositories in Germany looking at different aspects such as the size, software, value-added services, etc. The charts and best practice examples shall help stakeholders to improve open access repositories on different levels in Germany. The poster presented at the Open Access Tage Wien 2012 will is published in an open access repository with a citable URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100204211

Upload-Formulare in Repositorien

Eine interessante Artikelserie zu Upload-Formularen von Repositorien findet sich bei den Kollegen von Infobib. Ausgangspunkt ist die Erfahrung, die wohl die meisten Betreiber von Repositorien miteinander teilen, wenn ratlose oder überforderte Nutzer sie ansprechen (O-Ton Infobib):

  1. “Welche Lizenz wähle ich?”
  2. “Um Himmels Willen, muss ich das alles ausfüllen?”
  3. “Was ist SWD, warum sieht die aus wie eine Webseite von 2001 und vor allem: Was soll ich damit?”
  4. “Muss das wirklich so kompliziert sein?”

Diese und ähnliche Fragen kulminieren oft in: “Können Sie das vielleicht für mich übernehmen?”

Neben einer Erfassung und kritischen Bewertung des Status Quo finden sich auch eine Reihe von Anregungen, wie man es als Repositoriumsbetreiber besser machen kann.

DINI-Zertifikat 2010 veröffentlicht

Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI)  hat am 7. Juli die nunmehr dritte Generation des bewährten DINI-Zertifikats für Dokumenten- und Publikationsservices vorgestellt.

Das DINI-Zertifikat richtet sich an deutsche Forschungseinrichtungen, die Repositorien betreiben und diese in übergreifende Netzwerke einbinden, mit Mehrwertdiensten versehen und national wie international sichtbarer machen wollen. Die Einrichtung demonstriert mit dem Zertifikatssiegel, dass sie einen vertrauenswürdigen und standardisierten Dienst betreiben.

Aus der Einleitung zum neuen Zertifikat:

„Lag der Fokus mit der ersten Version 2004 noch auf so genannten Hochschulschriftenservern – also vor allem auf universitären Veröffentlichungsplattformen für Dissertationen und Habilitationsschriften – fanden mit dem DINI-Zertifikat 2007 die weltweiten Open-Access-Aktivitäten stärkere Beachtung. Dabei stand vor allem der so genannte grüne Weg zu Open Access im Mittelpunkt, also die parallele bzw. nachträgliche Online-Bereitstellung von Publikationen, die bereits anderweitig veröffentlicht wurden oder werden sollen, im Sinne des Self- Archiving auf institutionellen oder fachspezifischen Repositorien. Dies betrifft vor allem Preprints und Postprints wissenschaftlicher Zeitschriftenaufsätze, aber auch andere Dokumentarten wie beispielsweise Monografien, Forschungsberichte und Konferenzproceedings. Außerdem richtete sich das DINI-Zertifikat nun an wissenschaftliche Einrichtungen aller Art und hob stärker den Dienstleistungscharakter hervor, von dem ein Dokumenten- und Publikationsservice bestimmt sein sollte.
Die vorliegende Version 2010 des DINI-Zertifikats trägt vor allem folgenden Aspekten und Entwicklungen Rechnung:

  • Der zunehmenden Bedeutung des goldenen Weges zu Open Access. […] Derartige Primärpublikationen durchlaufen, analog zu Texten in gedruckter Form, für gewöhnlich einen Qualitätssicherungsprozess, meist in Form des so genannten Peer Review. Die DFG unterstützt das Open-Access-Publizieren durch ein strukturbildendes Förderverfahren. Auch der goldene Weg zu Open Access, der eine institutionelle (z. B. in Form von Universitätsverlagen) oder eine fachspezifische Ausrichtung haben kann, ist in der aktuellen Version des DINI-Zertifikats in den Begriff Dokumenten- und Publikationsservice eingeschlossen.
  • Gestiegenen Anforderungen an die Interoperabilität mit übergreifenden Diensten. Diese Dienste – insbesondere Nachweis- und Recherchedienste, aber auch andere Mehrwertdienste – sind für die Sichtbarkeit der lokal bereitgestellten Publikationen besonders wichtig. Sie werden vor allem im Rahmen serviceorientierter Infrastrukturen für elektronische Publikationen in den Projekten Open-Access-Netzwerk auf nationaler bzw. DRIVER auf europäischer Ebene aufgebaut. Die Qualität dieser Dienste hängt von den bereitgestellten Daten und deren Normierung ab. Vor diesem Hintergrund wurden die Richtlinien für die OAI-Schnittstelle für die vorliegende Fassung weiterentwickelt und dabei den DRIVER Guidelines angepasst.
  • Einer zunehmenden Virtualisierung bei der technischen Umsetzung von Dokumenten- und Publikationsservices. Damit geht die potentielle Nutzung einer gemeinsamen Basisinfrastruktur durch mehrere Dokumenten- und Publikationsservices einher. […]
  • Einer ganzheitlichen Betrachtung des wissenschaftlichen Forschungsprozesses.  […] Das DINI-Zertifikat richtet sich auch in der aktuellen Fassung vorwiegend an Dokumenten- und Publikationsservices, die sich der Bereitstellung textorientierter Publikationen widmen. Bei sinngemäßer Übertragung der Anforderungen und Empfehlungen aus den einzelnen Kriterien können damit jedoch nunmehr auch datenorientierte Publikationsservices zertifiziert werden.[…]

Die nunmehr dritte Auflage des DINI-Zertifikats Dokumenten- und Publikationsservice von 2010 trägt den genannten aktuellen internationalen Entwicklungen Rechnung und beschreibt, wie Dokumenten- und Publikationsservices das Open- Access-Publizieren wissenschaftlicher Dokumente standardisiert unterstützen können. Bewusst wurde auf eine Modularisierung des Zertifikats verzichtet, um die Notwendigkeit gemeinsamer Standards und Verfahren im wissenschaftlichen Forschungsprozess zu betonen. Den Autoren und Gutachtern des Zertifikats ist dabei bewusst, dass disziplinspezifische Rahmenbedingungen ggf. einer Standardisierung im engeren Sinne entgegenstehen können.

Die Kriterien für das DINI-Zertifikat werden durch eine Arbeitsgruppe anhand internationaler Standards und Entwicklungen überprüft und fortgeschrieben. Das Zertifikat wird deshalb mit dem Jahr der Zertifikatsversion gekennzeichnet.“

Ausführlichere Informationen werden bald auf den DINI-Seiten erscheinen. Dort finden sich auch Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und – natürlich – zur Beantragung des Zertifikats für interessierte Einrichtungen.