DINI-Zertifikat für Open-Access-Repositorien und -Publikationsdienste 2013 als Preprint veröffentlicht

Pünktlich zu den diesjährigen Open-Access-Tagen in Hamburg freuen wir uns als DINI-AG Elektronisches Publizieren das DINI-Zertifikat für Open-Access-Repositorien und -Publikationsdienste 2013 als Preprint-Version präsentieren zu können. Unter Berücksichtigung des im RFC gesammelten Feedbacks wurde das DINI-Zertifikat weiter verbessert, indem es sich an aktuellen Standards und Bedürfnissen von Open-Access-Repositorien und -Publikationsdiensten orientiert.
Vor allem die Zertifizierung von Open-Access-Zeitschriften wird mit der Version 2013 des Zertifikats besser unterstützt. Außerdem wird mit dem neuen DINI-ready-Mechanismus das Zertifizierungsverfahren für Dienste, die über ein Hosting-Angebot realisiert werden, deutlich vereinfacht. Das Dokument befindet sich persistent und  eindeutig zitierbar im Open-Access-Repository ZENODO via folgendem DOI:

10.5281/zenodo.7132

Dies ist eine Preprint-Version des Zertifikats für Open-Access-Repositorien und -Publikationsdienste 2013, das demnächst als DINI-Schrift erscheinen wird.

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DINI-Zertifikat 2013 Request for Comments veröffentlicht

Es gibt eine neue Auflage des DINI-Zertifikats. Mit dem DINI-Zertifikat für Open-Access-Repositorien und -Publikationsdienste 2013 werden neue Wege zur Verbreitung des Zertifikats gegangen. Die größten Veränderungen zum DINI-Zertifikat 2010 sind:

  • eine Ausweitung des Zertifikats auf den Bereich Open-Access-Journale
  • Verschlankung und Aktualisierung des Zertifikats bei gleichbleibenden Qualitäts-Standards
  • die Einführung des Labels DINI ready, das anzeigt, welche Mindestanforderungen bzw. Empfehlungen des DINI-Zertifikats von Hosting-Anbietern übernommen werden
  • sprachliche Überarbeitung und Gendering des Zertifikatstexts

Für die finale Fassung des DINI-Zertifikats 2013 ist das Feedback der Repository-Community unabdingbar, weshalb das DINI-Zertifikat 2013 als Request for Comments (RFC) Dokument bereitgestellt wird. Um das Zertifikat weiter zu verbessern und auch auf die Bedingungen und Erwartungen der Repositorienlandschaft eingehen zu können, bitten wir um Verbesserungs- bzw. Änderungsvorschläge, Kommentare und Anregungen bis zum 09.08.2013 per E-Mail an rfc13@dini.de. Nach Ende der Kommentierungsphase werden alle eingehenden Meldungen diskutiert und ggf. übernommen.

Die Veröffentlichung der Endfassung des neuen DINI-Zertifikates ist für Oktober 2013 geplant. Wir laden Sie somit herzlich ein, sich an der Entwicklung des DINI-Zertifikats zu beteiligen und freuen uns auf Ihre Anregungen.

Das DINI-Zertifikat RFC-Dokument ist als PDF unter folgendem Link persistent erreichbar: http://dx.doi.org/10.5281/zenodo.6985

DINI-OAI-Validator verfügbar

Mit OAI-PMH und Dublin Core Simple existiert nun schon seit Jahren ein „dynamisches Duo“ aus Harvesting-Protokoll und Metadatenformat dessen Verbreitungsgrad in der digitalen Repositorienlandschaft den eigenen Erfolg markiert. Begünstigt wurde dieser Erfolg sicherlich nicht zuletzt auch durch die Einfachheit, Flexibilität und damit Umsetzbarkeit von DC-Simple, jedoch sollte sich diese Flexibilität neben dem Segen auch als Fluch erweisen.

Dem Ziel der Austauschbarkeit von Metadaten und der formalen Vereinheitlichung zur Schaffung durchsuchbarer und vergleichbarer Metadaten steht die Freiheit der Data Provider gegenüber genau dieses Ziel sehr leicht aus den Augen verlieren zu dürfen. Die Inhalte der einzelnen Felder und ihre innere Struktur sind nur fachlichen Vorgaben unterlegen, nicht jedoch formalen. So dürfen diese Felder schliesslich frei belegt werden, solange sie auf irgendeine Weise die geforderte fachliche Anforderung erfüllen. Angefangen von der einfachen Nennung des Autors, finden sich in den dc:author-Feldern beispielsweise Angaben wie ‚Vorname Nachname‘, ‚Nachname, Vorname‘ bis hinzu ‚Nachname Vorname‘. Das ganze dann noch kombiniert mit Kürzeln, Titeln und zusätzlichen Vornamen einer Person wird dann maschinell doch zu einer Herausforderung, wenn diese Feldinhalte nicht nur als Ganzes erfasst werden sollen.

Ähnlich aufregend ist beispielsweise auch die Zuordnung zu fachlichen Klassifikationen. Aus einer Angabe ‚ddc:004‘ lässt sich ablesen das es sich sehr wahrscheinlich um eine Zuordnung zum Fachgebiet Informatik nach der Dewey-Dezimalklassifikation handelt. Bei der Angabe ‚004‘ liesse sich der gleiche Informationsgehalt noch mutmaßen, während der Versuch der Zuordnung einer ‚4‘ schon zum Glücksspiel zählt.

Die Data Provider kann man dafür nur bedingt kritisieren, halten sie sich doch streng genommen mit diesen Angaben weitgehend an die Vorgaben des Duos. welches womöglich nicht so erfolgreich wäre, wenn es als Trio mit einer zusätzlichen Anwendungreferenz zu DC-Simple die Bühne betreten hätte. So obliegt es den aggregierenden Service Providern diese finale Homogenisierung der Metadaten vorzunehmen, um die OAI-Vision bestmöglich zu verwirklichen. In der Folge sind neben dem Mapping auf bestimmte Vokabulare und einfachen Algorithmen zum Zuordnen von Feldinhalten auch entsprechende Guidelines für Data Provider aggregatorseitig (Driver-Guidelines, OpenAIRE-Guidelines, DINI-Zertifikat etc.) geschaffen worden, um aus dieser einseitigen Vereinheitlichung auch die Repositorienbetrieber wieder vermehrt in die Verantwortung zu nehmen . Letztendlich erfordert es ein beidseitiges Zutun, um einen optimalen maschinellen Dialog zu ermöglichen.

Ein Hilfsmittel zur Überprüfung und Steigerung der tatsächlichen Metadatenqualität eines Repositories sind Validatoren. Zum einen dienen diese den Data Providern bei der technischen Umsetzung von OAI-PMH-Schnittstellen und dem formal korrekten Export der Metadaten mit Blick auf weiterführende Guidelines. Zum anderen helfen sie den Service Providern zu erkennen, welche Metadatenqualität ein Repository mit sich bringt.

Auch OA-Netzwerk hat es sich zum Ziel gemacht die Repositorienbetreiber mit technischen Hilfsmitteln bei der Umsetzung einer OAI-PMH Schnittstelle und den konkreten Anforderungen des aktuellen DINI-Zertifikats zu unterstützen. Aufbauend auf einem Validator der im Rahmen von OpenAIRE reimplmentiert wurde (Vielen Dank für den Support an die OpenAIRE Kollegen der University of Athens), haben wir diesen um diverse Funktionen erweitert. Zum einen wurde dieser um ein eigenes Scoring-System zur Bewertung der DINI-Zertifikatskonformität erweitert. Dies war nötig da wir in einem ersten Schritt verschiedene Testtypen zu Gesamttests aggregierbar gemacht haben, damit es letztlich nur den einen DINI-Check gibt, und nicht verschiedene aus denen die Fehler zusammengesucht werden müssen. Darüber hinaus wollten wir eine bestmögliche Veranschaulichung der entstandenen Fehlerquellen bieten, damit Betreiber auf den ersten Blick erkennen können, welche Kriterien nicht erfüllt sind und wie sie konkret zu erfüllen sind. Auf Metadatensatzebene werden die Fehler in den konkreten Server-Responses grafisch hervorgehoben. (Error Highlighting)

Eine erste Testversion des OA-Netzwerk/DINI-Validators ist derzeit unter folgender Adresse erreichbar:

http://oanet.cms.hu-berlin.de/validator

Nach Eingabe der Base-URL einer OAI-Schnittstelle wird die Prüfung durchgeführt. Nach Abschluss der Prüfung erhalten Sie eine Mail-Benachrichtigung. Das Ergebnis des Checks ist dabei nur für Sie einsehbar, d.h. nicht öffentlich verfügbar. Bitte beachten Sie, das sich der Validator noch in der Entwicklung befindet und daher nicht durchgehend verfügbar ist. Kritische Anmerkungen zum Validator, dem Verfahren und der Ergebnisdarstellung sind willkommen und können direkt an Sammy David, dem Autor dieses Eintrags geschickt werden.

Sammy David, Computer- und Medienservice der Humboldt Universität zu Berlin (sammy.davidATcms.hu-berlin.de)

Open-Access-Tage 2011 – erfolgreiche Session zum DINI-Zertifikat

Die bereits fünften Open-Access-Tage fanden dieses Jahr in Regensburg am 4. und 5. Oktober statt. Das Angebot an Themen umfasste unter anderem die Förderung von OA durch die Europäische Kommission oder die unterschiedlichen Open-Access-Aktivitäten und -Bedingungen in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wie schon in den vergangenen Jahren war die Veranstaltung in Plenumsvorträge und parallele Sessions gegliedert. Zusätzlich hatten die Teilnehmer in den Pausen die Gelegenheit sich auf der Open-Access-Messe über aktuelle Entwicklungen zu informieren und sich untereinander auszutauschen. Die Materialien sind auf den Seiten der Informationsplattform dokumentiert.

Neben Sessions zu Rechtlichen Aspekten, Publikationsmanagement, Open Access in Bibliotheken und Fachspezifischen Blickwinkeln, gab es auch wieder eine gut besuchte Session zum DINI-Zertifikat. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhofften sich hier u.a. wertvolle Tipps für den zertifikatsgerechten Auf- und Ausbau des eigenen Repositoriums. Da auch rechtliche Aspekte dabei eine große Rolle spielen, stellte Thomas Hartmann von IUWIS dar, mit welchen Argumenten man auf Seiten der Betreiber und Autoren Vorbehalte gegenüber OA und konkrete Schwierigkeiten bei der Umsetzung nehmen kann. Doreen Thiede vom KOBV erläuterte, wie Hosting und DINI-Zertifikat bei OPUS 4 zusammen gebracht wurden. Das Erfolgskonzept des nach 2010 zertifizierten Dokumentenservers „peDOCS“ wurde von Doris Bambey vom DIPF in Frankfurt vorgestellt. Susanne Blumesberger von der Universität Wien präsentierte hingegen das noch nicht zertifizierte Digital Asset Management System „Phaidra“ der Universität Wien. Weiterhin wurde der im Rahmen des Projektes OA-Netzwerk entwickelte OAI-Validator von Sammy David (HU Berlin) vorgestellt. Mit dem Validator kann die OAI-Schnittstelle eines Repositoriums auf ihre Konformität zu den Regeln des DINI-Zertifikats überprüft werden.

Alles in allem also eine erfolgreiche Veranstaltung für das Team von OA-Netzwerk. Wir freuen uns auf die Open-Access-Tage 2012 in Wien.

OA-Tage 2011: Anmeldung ist freigeschaltet, Session zum DINI-Zertifikat

Die Anmeldung zu den diesjährigen Open-Access-Tagen in Regensburg ist freigeschaltet und die Teilnehmerliste beginnt sich auch bereits zu füllen. Das Programm ist ebenfalls bereits einzusehen und es wird – wie auch in den vergangenen Jahren – wieder eine Workshop-Session zum DINI-Zertifikat geben unter dem Motto: DINI-Zertifizierung von Repositorien – einfacher als gedacht.

DINI-Zertifikat 2010 in Version 3.1 veröffentlicht

Nach der Veröffentlichung der englischen Fassung des DINI-Zertifikats (siehe http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100182800 und Nachricht vom 13.04.2011) gibt es nun auch eine neue Version der deutschen Fassung, in der einige Fehler und Mehrdeutigkeiten beseitigt sind (http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100182794). Nach wie vor freut sich die DINI-AG Elektronisches Publizieren über kritische Kommentare oder Wünsche zum Zertifikat: Kontaktformular.

Außerdem möchten wir an dieser Stelle auf die überarbeitete DINI-Liste der elektronischen Repositorien hinweisen. Sie findet sich unter http://www.dini.de/dini-zertifikat/liste-der-repositorien/. Auf dieser Seite können auch Vorschläge für Ergänzungen der Liste gemacht werden.