Das kleine 1×1 auf den OA-Tagen in Göttingen

Die DINI-AG Elektronisches Publizieren war auf den 4. Open-Access-Tagen in Göttingen mit einer eigenen Session vertreten.  Unter dem Titel „Das kleine 1×1 für Repositorien“ waren vor allem Betreiber wissenschaftlicher Repositorien und Publikationsplattformen angesprochen, die ihren Dienst verbessern oder gänzlich neu aufbauen wollen.

In vier Vorträgen wurden die dafür relevanten Themen angesprochen und die Schritte zum Aufbau eines neuen Repositoriums besprochen. Zunächst gab Uwe Müller aus Berlin eine Einführung in die Thematik und sprach über die Funktionsweise und grundsätzliche Anforderungen wissenschaftlicher Repositorien sowie über das Verhältnis zu Open Access. Er ging auf zentrale Fragestellungen ein, die vor dem Aufbau eines Repositoriums stehen sollten – etwa an welche Zielgruppe es sich richten und welchen Sammelauftrag es erfüllen soll.

Im Anschluss daran sprach Anja Oberländer aus der Universitätsbibliothek Konstanz über konkrete Umsetzungsstrategien. In ihrem Vortrag ging es dabei vor allem um die Frage, welche Softwarelösungen zum Einsatz kommen können und unter welchen Bedingungen der eigenständige Betrieb der technischen Infrastruktur bzw. die Inanspruchnahme eines der Hosting-Angebote sinnvoll ist. Darüber hinaus berichtete sie am Beispiel ihrer eigenen Institution über Möglichkeiten der erfolgreichen Content-Akquise für wissenschaftliche Repositorien. Im dritten Vortrag ging es um die rechtlichen Rahmenbedingen.

Thomas Hartmann vom IUWIS-Projekt in Berlin ging auf die typischen Fragestellungen ein, die sich aus Sicht von Betreibern und Autoren bzw. Herausgebern beim elektronischen Publizieren ergeben – also Autorenverträge / Deposit Licenses, Creative Commons, Haftungsfragen.

Den Abschluss der Session bildete ein Vortrag zum neuen DINI-Zertifikat, den Thomas Severiens (Osnabrück/Berlin) hielt. Der unlängst veröffentlichte aktualisierte Kriterienkatalog dient nicht nur zur Zertifizierung von Dokumenten- und Publikationsservices, sondern bildet eine gute Richtschnur zum Aufbau von Repositorien und der damit verbundenen organisatorischen Strukturen.

Die Session war eingedenk der eng definierten Zielgruppe gut besucht. Die vielen interessierten Nachfragen haben gezeigt, dass die Themen durchaus richtig gesetzt waren. Allerdings kam die eigentlicht vorgesehene Diskussion deutlich zu kurz – eine Folge der knappen Zeit und der etwas zu lang geratenen Vorträge der Referenten.

Über oanum
Name im wahren Leben: Uwe Müller Mitarbeiter im Projekt OA-Netzwerk

2 Responses to Das kleine 1×1 auf den OA-Tagen in Göttingen

  1. Bücherninja sagt:

    Wer bloggt hier eigentlich? Das DFG-Projekt selbst?

    Wenn sogar Kommentatoren Namen und Email-Adressen angeben müssen, wäre ein Autoren-Hinweis doch ganz nett, oder? Falls es sich hier um Herr oder Frau Oanum handeln sollte, bitte ich natürlich um Verzeihung.

    • Hallo und vielen Dank für den Hinweis! In diesem Blog posten die Mitarbeiter des OA-Netzwerk-Teams.

      Wir reichern unsere Profile gerne um einige Metadaten an – allerdings sind trotz Angabepflicht auch nicht alle Kommentatorennamen sehr aussagekräftig😉

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