Die drei Bedeutungsaspekte der Technik

Es geht bei der Rechercheoberfläche nicht um den Versuch, die eine Killerapplikation zu erschaffen, welche alle anderen in den Schatten stellt und erfolgreich mit Google Scholar, BASE oder DRIVER konkurriert. Abgesehen davon, dass die Ressourcen eines einzelnen Projektes dafür gewiss nicht ausreichen würden, müsste man ernsthaft in Frage stellen, ob dies in einer dynamischen Umgebung noch möglich bzw. sinnvoll ist.

Was die Technologie von Open-Access-Netzwerk jedoch sehr wohl für die Open-Access-Bewegung auf der einen Seite und den Wissenschaftlern auf der anderen Seite leisten soll, lässt sich am leichtesten mit drei Kernaspekten umschreiben, drei Facetten bzw. Sichtweisen, die sich wechselseitig beeinflussen:

drei Aspekte von OAN

drei Aspekte von OAN

Es ist ein Knoten, weil es auf einer übergeordneten Daten sammelt, verbessert und als Kollektion bereitstellt. Dazu wird die implementierte REST-Webservice API offengelegt werden, um diese Daten auch jenseits der OAI-PMH-Mechanismen abzurufen und in anderen Kontexten nachzunutzen. Langfristiges Ziel ist ferner, technische Möglichkeiten zu finden und anzuwenden, um die Daten in übergeordneten Netzwerken wie DRIVER verfügbar zu machen.

Es ist ein Portal, in dem die Daten des Knotens exemplarisch Mehrwertdienste ermöglichen, die den Nutzern Funktionen zur Recherche anbieten. Erst in der praktischen Anwendung lässt sich die Qualität der Daten auf einen Prüfstein stellen, mit dem man konkretes Feedback für die Standardisierungsleistungen des DINI-Zertifikats ableiten kann. Die Verlinkung unter der Open-Access-Informationsplattform sehen wir dabei als wichtigen, organisatorischen Schritt, Open-Access-Vorhaben in Deutschland generell stärker in Kontext zueinander zu setzen.

Es ist ein Testbett, denn wo sonst kann Hilfe bekommen, um anhand der Echtdaten Forschung und Entwicklung zu betreiben? Das beste Modell der Wirklichkeit ist die Wirklichkeit selbst. Das gilt auch für den Datenraum mit all seinen verbleibenden Fehlern und Ausnahmen aber auch seinen Chancen. Erst in der Aggregation kann man experimentieren, welche neuen Mehrwerte die Open-Access-Welt aus der Möglichkeit der freien Verfügbarkeit von Volltext und Metadaten ziehen kann. Dublettenerkennung, automatische Fachklassifikation und verbesserte Harmonisierung sind hier Schlüsselworte.

(-rm)

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